CES in Las Vegas: Das Smart Home 2017

Die International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist jährlich ein Großereignis für alle Technologie-Begeisterten. Hersteller präsentieren ihre neuesten Produkte und Ideen auf dem Messegelände und in Konferenzen mit insgesamt über 165.000 Besuchern. Neben OLED- und QLED-TV’s, modernsten Fahrzeugen und zahlreichen Smartphones wurden in diesem Jahr vor allem Produkte rund um das Thema Smart Home vorgestellt. Wichtige Player sind hier Google Home und das Apple HomeKit, aber insbesondere Amazons Alexa stand im Mittelpunkt des Geschehens.

Wird das Smart Home 2017 Realität?

Smart Homes wurden in den letzten Jahren immer wieder angepriesen und der endgültige Durchbruch wiederholt angekündigt. 2017 wird nun ein weiterer großer Schritt in Richtung intelligentes Wohnen getan. Alexa, der cloud-basierte Sprachdienst von Amazon, kann mit immer mehr Geräten und Systemen in und um das Haus kommunizieren. Dazu zählen Beleuchtung, Kühlschränke, Roboter-Staubsauger, Home Security-Systeme, Telefone oder sogar Autos. Alexa ist etwa kompatibel mit dem LG InstaView Refrigerator, so dass mithilfe des Kühlschranks Rezepte gesucht, Musik abgespielt oder Einkaufslisten erstellt werden können.
Auch Mattel’s smarter Lautsprecher für Kinder ‚Aristotle’ kann mit Alexa verknüpft werden. Eltern können so ihre Kinder per Mikrofon und Kamera überwachen, ähnlich eines Babyfons. Außerdem erkennt Aristotle anhand von Geräuschen ob das Kind unruhig ist und spielt eigenständig beruhigende Melodien oder Einschlafgeschichten vor.

Alexa for the Win?

Amazon scheint mit Alexa einen Großteil des Markts für sich eingenommen zu haben. Manche Hersteller setzen aber weiterhin auf ihre eigenen Strukturen. Etwa Bosch, die mit dem Szenario-Manager für die Bosch-Smart-Home-App ihre Version eines Steuerungssystems vorstellten. Mit der App können Licht und Temperatur anhand entsprechender Szenarien gesteuert werden – beispielsweise ‚Haus verlassen’ oder ‚Relax’.
Aber nicht nur die Haushaltsgeräte werden intelligenter, auch Beautyprodukte kommen künftig mit modernster Technik. Neben schnelltrocknenden, superleisen Föns und elektronischen Gesichtsmasken kommt 2017 auch eine smarte Haarbürste auf den Markt: Der Kérastase Hair Coach Powered by Whitings. Sensoren zählen die Anzahl der Bürstenstriche, ermitteln ob zu viel Druck ausgeübt wird und bestimmen die Haarstruktur, abhängig davon ob das Haar nass oder trocken ist.

Technologie-Kuriositäten: Dinge, die die Welt nicht braucht?

Neben allerlei nützlichen Gadgets wurden auch in diesem Jahr einige kuriose Produkte vorgestellt. So beispielsweise Schuhe, deren Absatzhöhe mithilfe einer App verstellt werden können. Oder eine Jacke, die 29 Taschen hat um neben Schlüsseln, Brieftasche und Telefon auch noch Tablet, Sonnenbrille und Laptop unterbringen zu können. Inwiefern Händler diese Innovationen in ihre Shops aufnehmen sollten, sei dahingestellt.

Fazit: Was bedeutet das für Händler?

Produkte auf höchstem technologischen Niveau werden für Kunden nicht nur immer wichtiger, sondern gehören zum Alltag dazu. Vor allem die jüngere Generation hat eine regelrechte Erwartungshaltung an die ‚Fähigkeiten’ eines Produkts oder Services eingenommen. Technologie-Händler müssen demnach die neuesten Entwicklungen im Angebot haben – und dabei zuallererst die Produkte berücksichtigen, die sich mit besonders populären digitalen Assistenten verbinden lassen. Alexa scheint dort ganz vorne mit dabei zu sein. Die Sprachassistentin schlägt ihre Konkurrenz bei der Anzahl kompatibler Geräte um Längen. Es sollte also vor allem auf Smart-Home-Produkte gesetzt werden, die Alexa unterstützen.
Während die Produkte hier den Kunden direkt abholen müssen, können Händler sich auch durch exzellenten Customer Service und einem gut durchdachten Omni-Channel-Angebot von der Konkurrenz abheben. Die korrekte Auswahl an topaktuellen Artikeln, vom modernsten Fernseher bis hin zu kommunizierenden Toastern, ist durchaus relevant. Sie ist allerdings nur ein Anfang für optimale Wettbewerbsfähigkeit im E-Commerce.

About the Author: Anton
Anton is a founder and COO of parcelLab. His goal is to make it as easy as possible for brands to tap into the potential of Operations Experience. Anton’s guilty pleasure is freshly baked cakes… he can smell them from a mile away.