Retouren

4 Tipps gegen hohe Retouren zur Weihnachtszeit

Während und nach Weihnachen ist das Retourenaufkommen noch höher als sonst. Unbeliebte Geschenke werden nicht selten zurückgeschickt. Onlinehändler sollten aber nicht in Panik ausbrechen, denn es gibt einige Tipps, mit denen die weihnachtlichen Retouren minimiert werden können.

An Weihnachten boomt das Geschäft. Die meisten Onlinehändler generieren zu dieser Zeit sogar 25 Prozent ihres gesamten Jahresumsatzes. Doch so schnell wie Weihnachten kommt, ist es auch schon wieder vorbei. Hohe Retouren zur Weihnachtszeit machen den Onlinehändlern meist nicht mehr so viel Freude und verderben ihnen den Spaß. Vielen Beschenkten gefällt oder passt das Geschenk oft doch nicht. Es gibt einige Gründe, die Kunden dazu veranlassen die bestellte Ware zu retournieren.

Das erwarten Kunden von der Retourenabwicklung

Eine einfache Retourenabwicklung sowie flexible Rücksenderichtlinien werden für Kunden immer wichtiger und sind nicht selten der entscheidende Faktor, wenn es um die Wahl für einen Onlineshop oder eine Kaufentscheidung geht. Sogar 76 Prozent der Käufer sehen sich vor Absenden der Bestellung die Rückgabebedingungen des Onlinehändlers an. Kann der Webshop mit flexiblen und einfachen Rücksendebedingungen punkten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wiederkaufs durch den Kunden relativ hoch. Dies ist auch ein entscheidender Grund beim weihnachtlichen Kauf von Geschenken. Sollte der Artikel dem Beschenkten nicht gefallen, möchten Kunden diesen einfach und bequem zurückschicken, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen.

Das sagt die gesetzliche Grundlage

Rechtlich kann der Kunde die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückschicken. Jedoch gilt eine kommentarlose Rücksendung seit 2014 nicht mehr. Der Kunde muss einen Grund für seine Rücksendung angeben. Viele Onlineshops legen der Bestellung bereits ein Rücksendeformular bei. Das spart den Kunden natürlich unnötige Anrufe beim Kundenservice. Zusätzlich bieten einige Onlineshops ein verlängertes Rückgaberecht zur Weihnachtszeit, um den Kunden eine stressfreie Rückgabe zu erleichtern. Dies hat natürlich auch Vorteile für den Onlinehändler. Somit kommen nicht alle Rücksendungen zwischen Weihnachten und den zwei darauffolgenden Wochen zurück zum Onlineshop. Zusätzlich kommen zufriedene Kunden für gewöhnlich wieder.

E-Commerce Versandstudie 2018

Performance der 100 größten deutschen Onlineshops

Jetzt downloaden

Gründe für die hohen Retouren während und nach Weihnachten

Bis Mitte Januar liegen die Rücksendungen um rund 40 Prozent über dem Normalstand. Es gibt einige Gründe, die das Rücksendeaufkommen während sowie nach Weihnachten enorm steigen lassen.

1. Das Geschenk gefällt dem Beschenkten nicht

Oft ist es nicht gerade einfach den Geschmack des Beschenkten zu treffen. Aus diesem Grund greifen viele bei der Auswahl des Geschenks zu Gutscheinen und Geldgeschenken. Wer jedoch den Schritt wagt und seine Liebsten mit einem originellen und persönlichen Geschenk überraschen möchte, geht natürlich immer das Risiko ein, dass das Geschenk am Ende doch nicht gefällt. Deshalb ist es umso besser, dass das Produkt wieder zurückgeschickt und dem Beschenken Ersatz angeboten werden kann.

2. Das Geschenk wurde in der falschen Größe bestellt

Bei Geschenken wie einem schicken Pullover, Schuhen oder einem aufregenden Kleid ist die Wahrscheinlichkeit einer Retoure extrem hoch – so wie es sich beim Onlineshoppen von Bekleidungsartikeln auch sonst verhält. Die Retouren in der Modeindustrie liegen teilweise bei über 70 Prozent. Hier ist es also umso wichtiger, dass das Geschenk bei falscher Größe wieder retourniert werden kann.

3. Das Geschenk weist Mängel auf

Das Paketaufkommen an Weihnachten steigt enorm. Täglich sollen bis zu 15 Millionen Sendungen zugestellt werden. Das bedeutet nicht nur Stress für die Zusteller, sondern auch bin oben hin vollgestopfte Lieferwagen. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein unzureichend eingepacktes Produkt Schaden nimmt. Oft merkt man das jedoch erst, wenn das Produkt zu Hause ausgepackt wird. Eine Rücksendung ist dann natürlich unerlässlich.

4. Der Beschenkte besitzt das Produkt bereits

Viele Menschen kennen ihre Liebsten ganz genau und wissen sehr gut, was ihnen gefällt. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass der Beschenkte das Geschenk bereits besitzt. Da es dann natürlich keinen Sinn macht es zu behalten, muss vom Rückgaberecht Gebrauch gemacht werden. Auch hier ist eine einfache und flexible Rücksendung wichtig.

5. Das Geschenk kommt zu spät an

Es gibt einige Menschen, die erst ein paar Tage vor Weihnachten merken, dass sie noch keine Geschenke gekauft haben. Da die Ware jedoch bis zu einem gewissen Zeitpunkt bestellt bzw. verschickt werden muss, damit sie auch rechtzeitig ankommt, ist ihnen dabei oft nicht bewusst. So kommt es hin und wieder vor, dass das Geschenk bis Weihnachten nicht mehr eintrifft und der Schenkende bereits für ein alternatives Geschenk gesorgt hat.

Mit diesen 4 Tipps lassen sich Retouren vermeiden 

Onlinehändler sollten nun nicht den Kopf in den Sand stecken. Es gibt einiges, das sie auch vorsorglich tun können, um die Rücksendequoten so gering wie nur möglich zu halten.

1. Detaillierte Beschreibungen

Gefällt das gekaufte Geschenk nicht, weil es im Onlineshop ungenau dargestellt wurde oder war die Produktbeschreibung nicht konkret genug? Dann sollen Onlinehändler genau dort ansetzen. Vor allem bei Produkten wie Kleidungsstücken, Accessoires und Schuhen bietet sich das besonders gut an. Ob mit 360-Grad-Ansicht oder einem Produktvideo – das hilft dem Kunden enorm bei seiner Entscheidung.

2. Schneller Versand

Gegen einen kleinen Aufschlag bietet es sich an, den Kunden eine Same-Day-Delivery oder Next-Day-Delivery zu ermöglichen. Dies sollte dann natürlich auf alle Fälle umsetzbar sein, wenn der Onlinehändler seinen Kunden diesen Service bieten möchte. Deshalb sollte dies vorher mit den zuständigen Logistikdienstleistern besprochen werden.

Beispiel Versandnachrichten

Zuverlässige Versandnachrichten sind an Weihnachten noch wichtiger als sonst.

Beispiele ansehen

3. Zahlungsweise

Es ist erwiesen, dass die Bestellung auf Rechnung mit einer höheren Retourenquote einhergeht. Das rührt davon, dass Kunden dann eher dazu verleitet werden viele Produkte in verschiedenen Größen und Ausführungen zu bestellen und den Rest zurückzuschicken. Möglicherweise macht es Sinn die Bezahlung auf Rechnung zur Weihnachtszeit einzustellen.

4. Stabiles Verpacken der Produkte

Die Paketflut zur Weihnachtszeit ist enorm. Auslieferer sind einem enormen Zeitdruck ausgesetzt. Da kommt es nicht selten vor, dass manche Pakete beschädigt werden. Diesem Problem kann jedoch ganz einfach Abhilfe geleistet werden. Besonders zur hektischen Weihnachtszeit ist eine stabile und sichere Versandverpackung ein absolutes Muss.

Fazit

Weihnachten ist für Onlinehändler nunmal die stressigste Zeit des Jahres. Die Bestellungen steigen enorm und somit auch die Rücksendungen während sowie nach dem Fest. Wer jedoch darauf vorbereitet ist und einige Vorkehrungen getroffen hat, der sollte dem Rücksendeaufkommen gewachsen sein. Detaillierte Beschreibungen und Veranschaulichungen der Produkte auf der Webseite, schneller Versand sowie eine stabile Versand- sowie Produktverpackung halten die Gründe, die für eine Rücksendung sprechen, so gering wie nur möglich. So können auch Onlinehändler das Weihnachtsfest stressfrei genießen. Mit der Checkliste für Onlinehändler steht einem (halbwegs) entspannten Weihnachtsgeschäft nichts mehr im Wege.

Wie hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Loading...
Über den Autor

Corinna

Ich bin Content & Social Media Managerin bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Beim Essen schlägt mein Herz für Kichererbsen - davon kann ich nie genug bekommen.

Passende Beiträge:

Welcome to parcelLab

You arrived at our German website. Do you want to view this website in English?

View Website in English