Logistik & Versand

Die 5 Top-Trends in der Paketlogistik

Wie entwickelt sich die Logistik weiter, welche Technologien sind besonders vielversprechend? Wir haben die wichtigsten Trends für Euch zusammengefasst.

Laut statista hat 2015 jeder 4. Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren mindestens einmal im Monat online eingekauft. Der E-Commerce Markt wächst beständig und ist mittlerweile einer der wichtigsten Bereiche des Handels – die Paketlogistik-Branche boomt! Doch der Sektor hat auch seine Schwächen und Probleme, wie bereits in unserer Paketstudie ersichtlich wurde. So nehmen beispielsweise Lieferprobleme in Dörfern und kleineren Städten im Vergleich zu Großstädten um das Drei- bis Fünffache zu. Die wahrscheinlichste Zustellzeit der Paketdienste liegt zwischen 10 und 13 Uhr – und damit in einem Zeitraum, wo der Großteil der Bevölkerung arbeitet. Logistikdienstleister haben diese Probleme bereits erkannt und entwickeln so kontinuierlich neue Möglichkeiten zur effizienteren Paketauslieferung. In diesem Beitrag zeigen wir die Top 5 der aktuellen Logistik-Trends.

1) „Anticipatory Shipping“

Unter diesem Namen hat Amazon bereits ein Patent angemeldet. Das Modell hat zum Ziel, Waren schon vor der Bestellung in die Region des potentiellen Kunden zu transportieren. Funktionieren kann das aufgrund von Big Data, mit dessen Hilfe Online-Händler das Kaufverhalten ihrer Kunden gut antizipieren können. So kann schneller und günstiger geliefert werden.

2) 3D-Druck

Amazon hat sich außerdem die Idee der fahrbaren 3D-Drucker patentieren lassen. Erst während der Zustellung können Waren gefertigt und dem Besteller frisch gedruckt überreicht werden. Aktuelle sind die Drucker jedoch noch nicht alltagstauglich, da sie zu empfindlich für die unvermeidbaren Stöße im Straßenverkehr sind.

3) Autonomes Fahren

Das Logistikunternehmen DPD erarbeitete mit zwei Forschungsinstituten ein Thesenpapier über Zukunftsszenarien des autonomen Fahrens. Zu den erarbeiteten Szenarien gehört die Idee, dass sich Fahrer und Fahrzeug direkt in der Nähe des Zustellgebiets treffen, nachdem der Transporter bereits im Paketzentrum beladen wurde. Weiterhin könnten Mini-Transporter dem Paketzusteller in Fußgängerzonen im Schritttempo folgen oder mobile Abholstationen bedarfsgesteuert in der Nähe des Kunden bereitstehen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Autonome Lieferfahrzeuge bei DPD

Die Vorstellung autonomer Lieferfahrzeuge bei DPD (Bild: www.dpd.com)

4) Zustellort: Der eigene Kofferraum

Wird ein Paket nicht direkt beim ersten Zustellversuch an den Käufer übergeben, kann es oft lange Verzögerungen geben, bis der Kunde sein Paket tatsächlich in den Händen hält. Wie auch in unserer Paketstudie beschrieben, wird die Abholung stark von Öffnungszeiten, der Bereitstellungsgeschwindigkeit und der Filialdichte beeinflusst. Das neue Konzept könnte Abhilfe schaffen: Sendungen werden direkt in den eigenen Kofferraum geliefert. Getestet wird dieser Service beispielsweise von Volvo in Stockholm und DHL in Kooperation mit Smart. Pakete können dadurch zu jeder Tages- und Nachtzeit empfangen und Retouren kostenlose mitgenommen werden. So erübrigt sich die Abholung in der Filiale. Notwendig ist lediglich die Registrierung auf der Website und die Installation einer App – der Rest läuft automatisch. Man sollte jedoch darauf achten, sein Auto nicht an schwer zu ortenden oder für den Paketboten unerreichbaren Standpunkten abzustellen. Ist der Empfang gestört, lässt sich das Schloss außerdem nicht öffnen.

5) Warenauslieferung per Drohne, Roboter, Luftschiff und Co.

Neue Formen der Warenauslieferung stehen – insbesondere zurzeit – im Mittelpunkt der Weiterentwicklungen der Branche. Da sehen auch große Unternehmen das Potential für neue Ideen. Mercedes-Benz präsentierte beispielsweise auf der IAA 2016 das Konzept „Vision Van“: Ein Lieferwagen fährt autonom ins Zielgebiet und zwei auf dem Dach befindliche Drohnen bringen die Pakete an die jeweiligen Endziele. Auch selbstfahrende Roboter können vom Lieferwagen starten, Pakete ausliefern und schließlich in den Bauch des Vans zurückkehren. Ein anderes Modell namens „Vans und Robots“ basiert auf normalen Sprinter-Lieferwagen, die mit einem Regalsystem und einer Rampe ausgestattet sind. Der Fahrer übergibt einem Lieferroboter des Start-ups Starship die Pakete, welcher mit seinen sechs Rädern eigenständig zum Empfänger rollt. Die kleinen Roboter werden von der Zentrale gesteuert und sind der Lage, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.

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Vans & Robots von Mercedes-Benz und Starship (Bild: www.daimler.com)

In Städten mit viel Stau und hohem CO2-Ausstoß setzt sich zunehmend die Idee der Lastenfahrräder in allen möglichen Varianten und unter diversen Namen durch. Noch ein Grad futuristischer wird es bei Amazon – der Online-Riese ließ sich Luftschiffe patentieren. Sie dienen als Warenlager, die über der Stadt schweben und Pakete via Drohnen verteilen.

Welche Trends sich in Zukunft vollständig durchsetzen, wird sich zeigen. Doch eines ist klar – in der Paketlogistik wird sich einiges verändern. Der Kunde legt immer mehr Wert auf die Customer Experience beim Versand, das fordert Logistikdienstleister und Händler gleichermaßen heraus. Auch wir tragen mit unserer Lösung zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit bei – für das beste Shoppingerlebnis vom Kauf bis zum Auspacken.

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