E-Commerce

Wie Instagram Shopping Onlinehändlern dabei hilft ihren Umsatz zu steigern

Instagram verzeichnet zum heutigen Zeitpunkt bereits über 1 Milliarde aktive monatliche Nutzer. Aber Instagram ist mittlerweile nicht mehr nur dazu da sehnsüchtig die neuesten Bilder vom letzten Urlaub der angesagtesten Instagrammern anzuschauen.

Schon gewusst: Social Shopping ist einer der absoluten E-Commerce Trend des Jahres. Auch Instagram ist mittlerweile nicht mehr nur eine Plattform zur Generierung von Markenbekanntheit, sondern auf dem besten Weg zu einem eigenständigen Marktplatz. Ende März 2018 veröffentlichte das Unternehmen seine Shopping-Funktion, nachdem sie diese bereits in den USA getestet haben. Und die läuft richtig gut!

Instagram Shopping – neuer Trend oder unnützes Feature?

Da Kunden Komfort und Schnelligkeit immer wichtiger sind, hat sich die Suche nach Produkten auf sozialen Medien erheblich gesteigert. Und das zahlt sich vor allem für Instagram aus: Etwa 90 Millionen Nutzer tippen monatlich auf einen der beliebten Shopping-Beiträge. Verglichen mit dem Anteil von einer Milliarde monatlichen Nutzer ist das also auf alle Fälle schon sehr nennenswert, wenn man bedenkt, dass die Funktion erst seit etwa einem Jahr existiert.

Facebook hat im Rahmen dessen eine Studie über Instagram in Auftrag gegeben. Dazu wurden 21.000 Nutzer in 13 Ländern befragt. Inhalt der Studie stellt die Nutzung der Plattform dar. Die Studie, die vor kurzem veröffentlicht wurde, ergab, dass 54 Prozent der befragten Personen entweder im Moment oder nachdem sie ein Produkt oder eine Dienstleistung auf Instagram gesehen hatten, einen Kauf tätigen. Dies gilt vor allem für Modemarken. 83 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass sie gerne neue Produkte auf Instagram entdecken. Die Möglichkeit diese dann direkt dort zu kaufen, wird in Zukunft also immer wahrscheinlicher.

Instagram Shopping im Fashionbereich

Der Modehandel ist prädestiniert für die Nutzung von Instagram zu Verkaufszwecken. Warum? Der Grund dafür ist, dass die neuesten Trends oder Styling-Tipps vorwiegend auf Instagram gesucht werden. Viele (vor allem junge) Menschen lassen sich gerne auf Instagram inspirieren. Modeblogger oder Fashionikonen haben diese Möglichkeit längst gewittert und zu ihrem Vorteil genutzt. Die wohl bekannteste Modebloggerin ist Chiara Ferragni. Die Italienerin besitzt momentan 16,1 Millionen Abonnenten (ja, wirklich!) auf Instagram und ist bekannt dafür, ihre neuesten Outfits und Fashionteile online zu präsentieren. Und davon profitieren auch viele Modeunternehmen, denn diese werden direkt in den jeweiligen Beiträgen verlinkt – meist natürlich vom Unternehmen bezahlt.

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Prada or nada @prada #SuppliedByPrada

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Instagram Shopping – die Zukunft des E-Commerce?

Für viele Marken wird es immer schwieriger sich von anderen, bereits etablierten Marken abzuheben. Ein bestmögliches Markenerlebnis ist heutzutage aber immer wichtiger für die Kunden. Die Identifikation des Kunden mit der Marke rückt weiter in den Mittelpunkt. Deshalb müssen Unternehmen mit ihren Kunden interagieren und diese in ihr Handeln miteinbeziehen. Eine Möglichkeit: Kunden sollten dazu ermutigt werden, Bilder von sich selbst auf Instagram zu teilen, während sie das Produkt tragen oder benutzen. User Generated Content unterstützt die Authentizität des Unternehmens. Influencer machen es schon lange bereits (mehr oder weniger) erfolgreich vor. Viele davon verdienen dadurch sogar ihren Unterhalt.

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#ULTRABOOST 19 wasn’t built in a day. The Primeknit 360 seamless upper crafted to perfection. . Tap to shop. . Art by @glackster

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Social Shopping – Instagram vs. Pinterest

Pinterest und Instagram bieten mittlerweile beide eine eigene Shopping-Funktion. Die Funktion „Shop the Look“ von Pinterest ist momentan jedoch noch auf die Produktkategorien „Fashion“ und „Interior“ begrenzt. Ein weiterer großer Nachteil von Pinterest gegenüber Instagram liegt außerdem darin, dass Unternehmen die Produkte nicht proaktiv einsetzen können. Die Funktion richtet sich eher an Blogger und Influencer, die die Produkte über eine Affiliatesystem empfehlen und sich so monetisieren können. Selbstverständlich profitieren Unternehmen trotzdem indirekt von den Verlinkungen auf ihre Produkte. Zusätzlich kommen bei Pinterest noch zwei weitere Klicks dazu, bevor man das Produkt endlich kaufen kann. Hier besteht also auf alle Fälle noch Optimierungspotenzial. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Instagram Shopping einfacher und schneller umsetzen lässt als „Shop the Look“. Bei Pinterest ist es für Unternehmen also vorrangig wichtig ihren Fokus auf Influencer und Blogger Relations zu setzen.

Post-Purchase – auch hier kommt Instagram zum Einsatz

Viele Onlinehändler wissen nicht, dass sie durch Versandnachrichten Follower für ihre Social Media Kanäle generieren können. Hier steckt jedoch ein Menge Potenzial, das Unternehmen einfach nicht nutzen. Versandnachrichten, wie z.B. eine Zustellungsbenachrichtigung oder eine Abholbestätigung können nicht selten mit Öffnungsraten von 70-80 Prozent punkten. Die perfekte Möglichkeit den neuesten Instagrambeitrag mit einzubinden. Leider geben Onlinehändler die Versandkommunikation immer noch an ihren Logistikdienstleister ab, anstatt sie selbst in die Hand zu nehmen und mit dem Kunden zu kommunizieren.

Beispiel Versandnachrichten

Versandnachrichten in Aktion erleben!

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Fazit

Instagram ist nicht mehr nur dafür da sich Inspirationen zu holen und die neuesten Trends zu entdecken. Kunden können Produkte mittlerweile direkt darüber bestellen. Aus diesem Grund ist eine durchdachte Social Media Strategie ein absolutes Muss für alle Unternehmen. Die Einbindung der Kanäle in die Versandkommunikation bietet außerdem eine gute Möglichkeit zur Generierung von Followern. Wer sich also bis jetzt noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, sollte das schnellstmöglich nachholen.

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Über den Autor

Corinna

Ich bin Content & Social Media Managerin bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Beim Essen schlägt mein Herz für Kichererbsen - davon kann ich nie genug bekommen.

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