E-Commerce

So wird Weihnachten im New Normal

Die Corona-Pandemie hat das Leben der Menschen seit dem letzten Weihnachtsfest 2019 weltweit komplett auf den Kopf gestellt. Doch was bedeutet dies für die bevorstehenden letzten Monate - und damit die für viele Händler umsatzstärkste Zeit des Jahres?

Wir haben aktuelle Studien und Statistiken gewälzt, um den neuen Verbraucher 2020 und dessen Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft 2020 greifbarer zu machen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark die Zahl an Online-Bestellungen in diesem Jahr steigen wird.

Der neue Verbraucher ist häuslicher geworden

Der neue Verbraucher ist ein Couch-Potato. Seine Wohnung ist zum Dreh- und Angelpunkt im New Normal geworden. Sie ist Arbeitsplatz und Entspannungsort in einem. Nach einem Tag im Home Office genießt der neue Verbraucher auch einen großen Teil der Freizeit in den eigenen vier Wänden, die er sich durch Investitionen in neue Möbel und Accessoires 2020 noch gemütlicher gemacht hat. Egal ob virtuelle Fitnesskurse oder Theateraufführungen, Online-Weinseminare, Netflix-Gruppen-Bingewatching oder Zoom-Geburtstagsfeiern – überall wurde gesellschaftliche Nähe durch digitale Remote-Technologien ersetzt. So gewann Zoom in nur drei Monaten 190 Millionen tägliche Nutzer hinzu. Die Abonnentenzahlen von Netflix legten in fünf Monaten um 16 Millionen zu. 

Das gilt auch für den Einkaufsbummel. Jeder fünfte Konsument gibt an, seit der Pandemie mehr online gekauft zu haben und dies auch in Zukunft tun zu wollen. HelloFresh generierte allein im ersten Quartal eine Million Neukunden und meldet ein Rekordumsatzwachstum von 40 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und der Online-Handel in den USA generierte innerhalb von drei Monaten Zuwachsraten, für die die Branche zuvor 10 Jahre benötigt hatte.

Dass im Corona-Weihnachtsgeschäft 2020 neue Online-Rekordumsätze geschrieben werden, bezweifelt wohl niemand mehr. Doch wie hoch wird der Peak tatsächlich sein? Die Rückschau auf das Jahr 2019 zeigt: Schon zu Weihnachten 2019 legte beispielsweise das Paketvolumen im Elektronikbereich laut Zahlen von parcelLab im Vergleich zum restlichen Jahr um 186 Prozent zu. Im Beauty- und Lebensmittelhandel schnellte die Zahl der verschickten Pakete um 62 Prozent nach oben. Doch diese Rekorde wurden während des Lockdowns in Deutschland im März und April 2020 noch getoppt. Im Vergleich zu November und Dezember 2019 stieg das Paketvolumen im Elektronikbereich noch einmal um 17,25 Prozent. Im Beauty- und Lebensmittelhandel liegen die Zuwachsraten bei 19,46 Prozent.

Corona macht Paketzusteller eher schneller als langsamer

Dass die Welle an Weihnachten noch höher ausfallen könnte, signalisieren Zahlen von Rakuten Advertising, wonach 32 Prozent der Verbraucher in diesem Jahr noch mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen als 2019. Salesforce geht davon aus, dass 30 Prozent des weltweiten Einzelhandelsumsatzes an Weihnachten über digitale Kanäle abgewickelt werden wird. Und Amazon sucht für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland insgesamt 10.000 Arbeitskräfte.

Viele Branchenbeobachter fragen sich besorgt: Werden die Paketzusteller die Last bewältigen? Die Zahlen aus dem Corona-Shutdown stimmen optimistisch. Dort gelang es der Branche in Deutschland, Pakete im Schnitt innerhalb von 1,7 Tagen zuzustellen. Das ist schneller als zur Weihnachtszeit 2019 (2,1 Tage) und sogar schneller als während des restlichen Jahres 2019 (1,9 Tage). In die Hände spielen dürfte den Zustellern vor allem eins: der Trend zum Home Office. So ist die Zahl der gescheiterten Zustellversuche während der Corona-Pandemie um 56 Prozent gesunken. Im Weihnachtsgeschäft 2019 lag die Quote erfolgreicher Zustellungen beim 1. Versuch noch bei 94 Prozent.

November wird zum Geschenkemonat

Darüber hinaus werden die Konsumenten ihre Weihnachtseinkäufe allen Erwartungen zufolge früher starten – und so die Peaks entzerren. Laut einer Studie von Deloitte aus Großbritannien plant mehr als die Hälfte der britischen Verbraucher, den Großteil ihrer Geschenke bereits im November zu kaufen. Immerhin zwölf Prozent sind allerdings maximal risikobereit und gehen in der Woche vor Weihnachten auf Geschenkejagd.

„Trotz aller vorliegenden Zahlen ist es für Händler eine schwer kalkulierbare Zeit“, schlussfolgert unser Gründer und COO Anton Eder.

Dennoch würden die Verbraucher ein exzellentes Einkaufserlebnis erwarten. Empfehlenswert ist daher beispielsweise, die angegebenen Lieferzeiten im Shop vorsorglich etwas zu verlängern. Kunden sind positiv überrascht, wenn die Bestellung früher kommt als erwartet, aber verärgert, wenn sie vergeblich auf ein versprochenes Paket warten. Auch eine proaktive Kommunikation über den aktuellen Status Quo im Versandprozess vermittelt Kunden das gute Gefühl, an Weihnachten nicht mit leeren Händen dazustehen – und sei es nur vor der Zoom-Kamera im eigenen Wohnzimmer.

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Corinna

Ich bin Online Marketing Manager bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. In meiner Freizeit schlägt mein Herz für Musik und Sushi.

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