E-Commerce

Die Öffnungs- und Klickraten von Werbemails sinken: Was können Händler dagegen tun?

Unternehmen versenden immer mehr Werbemails an ihre Kunden. Doch leider sinkt die Öffnungs- und Klickrate zunehmend. Wie kann das Problem gelöst werden?

Eine Studie von Twilio, bei der über 80.000 Unternehmenskunden weltweit analysiert wurden, hat ergeben, dass Händler immer mehr Werbemails verschicken. Das heißt jedoch nicht, dass Kunden diese auch wirklich wahrnehmen. Dieses Ergebnis zeigt auch die Studie: Kunden öffnen und klicken E-Mails nicht gerne.

Werbemails werden wichtiger – Öffnungs- und Klickraten sinken

Laut der Studie wurden 2019 mehr E-Mails (8,3 E-Mails) als noch im Jahr zuvor (7 E-Mails) an Kunden versendet. Gleichzeitig ist dabei sowohl die Öffnungsrate (von 18% in 2018 auf 14,5% in 2019) sowie die Klickrate (von 2% in 2018 auf 1,6% in 2019) gesunken.

Dennoch sehen 97 Prozent der Befragten E-Mail als den wichtigsten Kanal für Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Was hierbei entscheidend: Wie oft informieren Unternehmen ihre Kunden z.B. über neue Angebote. 37 Prozent der Teilnehmer wollen nämlich täglich über Neuigkeiten informiert werden. 32 Prozent dagegen nur einmal in der Woche.

Unternehmen, die bereits eine gewisse Markenbekanntheit erreicht haben, haben bessere Chancen bei den Kunden. Wieso? Der bedeutendste Faktor für das Öffnen von E-Mails ist laut der Umfrage die Bekanntheit der Marke beim Leser. An zweiter Stelle stehen Inhalt und Relevanz, so z.B. eine prägnante Betreffzeile sowie personalisierte Empfehlungen. Zudem wünschen sich 85 Prozent der Befragten Bilder in den E-Mails.

Was interessiert Kunden wirklich?

Diese Frage sollten sich alle Unternehmen stellen. Das funktioniert jedoch nur, wenn Händler ihre Kunden auch wirklich kennen. Das Erstellen von Personas ist also unerlässlich. „Wer sind meine Kunden und was möchten sie?“. Diese Fragen sind enorm wichtig, um die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe zu erkennen. Dabei ist es vor allem in der heutigen Zeit, die vom Überfluss an Angeboten und Möglichkeiten online zu shoppen geprägt ist, umso wichtiger, personalisierte Mailings an die Kunden zu verschicken. Kundendaten müssen also bestmöglich analysiert und sinnvoll genutzt werden.

Wie können die Öffnungs- und Klickraten erhöht werden?

Onlinehändler sollten einiges tun und beachten, um die Öffnungs- sowie Klickraten zu erhöhen. Vorwiegend wichtig ist, dass dem Kunden ausschließlich für ihn relevante und interessante Informationen zugesendet werden. Wer zusätzlich eine prägnante und ansprechende Betreffzeile nutzt, bringt seinen Kunden dazu, die E-Mail überhaupt erst zu öffnen. Personalisierung steht hier also im Vordergrund.

Viele Händler machen einen fatalen Fehler, wenn sie ihre Kunden nicht selbst entscheiden lassen, wie oft sie E-Mails erhalten möchten. Aus diesem Grund ist eine Auswahlmöglichkeit ein absolutes Must-have.

Versand-E-Mails erreichen Öffnungsraten von bis zu 80 Prozent

Jedoch sind nicht alle Mailings im E-Commerce so unbeliebt. Es gibt eine bestimmte Form, die viele Händler gar nicht auf dem Schirm haben und um die sie sich deshalb auch unzureichend kümmern: Die Versandnachricht. Schickt der Kunde seine Bestellung im Onlineshop ab, beginnt das sehnsüchtige Warten auf sein Paket. In dieser Phase der Customer Journey möchte der Kunde besonders proaktiv und personalisiert informiert werden – und das tun Unternehmen leider nicht. Die übergeben die Versandkommunikation ganz einfach an Logistikdienstleister, wie DHL, DPD, Hermes & Co.

Beispiel Versandnachrichten

Versandnachrichten in Aktion erleben!

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Und das zeigt sich auch in den Zahlen: Versandnachrichten erreichen oft Öffnungsraten von bis zu 80 Prozent. Außerdem können Kunden darüber auf eine Track & Trace Seite direkt im Shop des Händlers weitergeleitet werden. Das hat zur Folge, dass z.B. bei Lidl 85 Prozent der Kunden noch einmal in den Webshop zurückkehren. Da können „normale“ Werbemails natürlich nicht mithalten. Mehr Tipps dazu, wie die richtige Versandkommunikation aussehen soll, gibt es hier.

Versandnachrichten, wie z.B. die von IKEA, erreichen Öffnungsraten von bis zu 80 Prozent.

Fazit

Die Kundenkommunikation über E-Mail ist immer noch die beliebteste Kontaktmöglichkeit – sowohl für Händler als auch ihre Kunden. Dass die Öffnungs- und Klickraten sinken, liegt nicht selten daran, dass E-Mails zu oft verschickt werden oder der Inhalt für die Kunden schlichtweg nicht relevant ist. „Viel hilft viel“ gilt hier nämlich nicht immer. Zudem ist es wichtig, dass Kunden nur die für sie wichtigsten Informationen so personalisiert wie möglich zugeschickt bekommen. Wer also nicht darauf verzichten möchte seine Kunden mit Werbung zu versorgen, der kann diese in seine Versandnachrichten integrieren, denn diese werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom Kunden geöffnet. Aber Achtung: Ohne die vorherige Zustimmung des Kunden ist das Versenden von Werbung nicht erlaubt.

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Corinna

Ich bin Online Marketing Manager bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Beim Essen schlägt mein Herz für Kichererbsen - davon kann ich nie genug bekommen.

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