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Lebensmittel online kaufen – wie sinnvoll ist der Trend?

Lebensmittel online kaufen: Das ist für einige Deutsche schon längst selbstverständlich. Doch wie sinnvoll ist der Trend und worauf müssen Kunden achten?

Heutzutage können Kunden so gut wie alles online kaufen. Was früher noch undenkbar gewesen wäre, ist heute Standard. Auch der Kauf von Lebensmitteln wird heute über das Internet erledigt. Doch wer kauft Lebensmittel online und ist der Trend von Dauer?

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Wer kauf Lebensmittel online?

Laut einer Studie von Eurostat kauften 2018 ca. 22 Prozent der Deutschen Lebensmittel im Internet ein. Besonders beliebt ist die Online-Supermarkt-Variante bei den 25 bis 44-Jährigen. Das ergab eine Befragung des Statistischen Bundesamtes 2018. Am meisten nutzen Großstädter und Menschen, die einer speziellen Ernährung nachgehen, dieses Angebot. Online gibt es teilweise mehr Auswahl als im Supermarkt um die Ecke, da dort meist nur begrenzt Platz für solche Produkte zur Verfügung steht.

Lebensmittel online kaufen: Die Vorteile

Lange Schlangen an der Kasse, volle Einkaufstaschen und ewiges Umherirren in den Gängen des Supermarktes, auf der Suche nach dem gewünschten Produkt. Das sind Szenarien, die viele kennen. Abhilfe kann hier der Online-Supermarkt schaffen. Vorteile dieser Einkauf-Variante sind Flexibilität, Gemütlichkeit und Zeitersparnis. Laut einer Studie von BVDW schätzen 60 Prozent der Befragten es besonders, ihren Einkauf zu jeder Zeit erledigen zu können. Für 55 Prozent ist der größte Vorteil, dass sie keine tonnenschweren Einkaufstaschen schleppen müssen und 50 Prozent bewerten die Zeitersparnis als besonders vorteilhaft. Diese Vorteile sind bereits für einige Grund genug, um ihren Wocheneinkauf vom Sofa aus zu erledigen.

Die flexible Einkaufszeit ist für Kunden der größte Vorteil beim Online-Supermarkt. (Quelle: BVDW/ Statista)

Lebensmittel online kaufen: Die Nachteile

Lebensmittel online kaufen hat natürlich auch Nachteile. Diese liegen vor allem darin, dass Kunden die Lebensmittel nicht vor Ort betrachten oder prüfen können. Laut einer Befragung von BVDW ist das für 63 Prozent der größte Nachteil. Außerdem ist es wichtig, dass der Empfänger bei der Lieferung des Pakets auch zu Hause ist. Besonders, wenn frische Lebensmittel geliefert werden, müssen diese meist sofort gekühlt werden. Dass Kunden sich zeitlich auf die Zustellung einstellen müssen, sehen 46 Prozent als kritisch an. Oft kommen bei der Onlinebestellung hohe Versandkosten hinzu, was den drittgrößten Nachteil (43 Prozent) für Kunden darstellt. Diese drei Aspekte sind auch für potentielle Kunden die Hauptnachteile, wenn sie Lebensmittel online kaufen.

Dass die Lebensmittel nicht überprüft werden können, ist der größte Nachteil für Kunden. (Quelle: BVDW/ Statista)

Anbieter von Online-Supermärkten

Nahezu jede Supermarktkette bietet mittlerweile die Onlinebestellung an und verbindet somit stationären- und Onlinehandel. Rewe, Edeka und Co. haben längst einen Online-Supermarkt ins Leben gerufen. Es gibt aber auch Anbieter, die spezielle Konzepte entwickelt haben. So können Kunden beispielsweise sogenannte Rezeptboxen bestellen. Der Kunde wählt dafür auf der Internetseite das Rezept, das er kochen möchte und die Anzahl der Personen aus. Anschließend schickt der Onlinehändler ihm eine Box mit den für das Rezept benötigten Zutaten zu. Bei den meisten dieser Anbieter ist diese Variante auch in Form von Abo-Commerce möglich. Ein Beispiel hierfür ist HelloFresh. Auf der Website kann der Kunde zwischen vielen verschiedenen Kochboxen wählen und diese entweder einmalig oder als Abo nutzen. Laut ecommerceDB.com sind die umsatzstärksten Onlineshops im Lebensmittel- und Getränkebereich in Deutschland HelloFresh, Amazon und Rewe.

Bei HelloFresh können Kunden Lebensmittel in Form von Kochboxen bestellen. (Quelle: HelloFresh)

Darauf sollten Kunden und Händler achten

Anders als bei Mode- und Elektroartikeln gilt das 14-tägige Widerrufs- und Rückgaberecht beim Onlinekauf von leicht verderblichen, frischen oder bereits abgelaufenen Lebensmitteln nicht. Generell müssen Onlinehändler aber dieselben Dinge beachten wie der stationäre Supermarkt. Die Produkte müssen eindeutig gekennzeichnet sein, dürfen die Gesundheit nicht schädigen und den Verbraucher nicht täuschen. Auch beim Online-Supermarkt prüfen Ämter regelmäßig die Hygiene, Lagerbedingungen und die Einhaltung der Vorschriften. Es gibt dennoch ein paar Dinge, die Kunden und Händler beachten sollten, wenn sie Lebensmittel online kaufen:

  • Kosten: Häufig kommen bei der Onlinebestellung Versandkosten hinzu. Kunden sollten sich deshalb vorher über zusätzliche Kosten informieren.
  • Transportweg: Beim Online-Supermarkt sind kurze Transporte wichtig. Das ist besonders bei frischer Ware ratsam. Je kürzer der Weg, desto frischer kommt die Ware beim Kunden an.
  • Frische Ware: Speziell bei frischen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten. Bei Fisch, Käse oder Fleisch sollten sich Kunden genau überlegen, ob sie diese online kaufen möchten.
  • Kühlkette: Die Kühlkette zu halten, stellt für Händler oft eine Herausforderung dar. Viele von ihnen arbeiten mittlerweile mit speziellen Transportmitteln. Trotzdem sollten Kunden die Lebensmittel nach Erhalt überprüfen.
  • Datenschutz: Kunden sollten darauf achten, dass der Shop DSGVO konform agiert. Die Daten, die Kunden beim Lebensmittelkauf angeben, sind besonders für Krankenkassen und Gesundheitsversorger interessant. Händler sollten die Kundendaten daher vertraulich behandeln und sie regelmäßig ordnungsgemäß löschen.
  • Gütesiegel: Sind sich Kunden unsicher können Prüf-, Güte- und Zertifizierungssiegel helfen. Sie garantieren einen amtlich überwachten und ordnungsgemäß registrierten Onlinehändler.
  • Kundenkommunikation: Auch die Kundenkommunikation ist wichtig. Händler sollten ihre Kunden beim Versand proaktiv informieren. Der Kunde sollte über alle Versandprozesse und Verzögerungen Bescheid wissen. Eine persönliche Ansprache stellt dabei die Nähe zum Kunden her.

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Fazit

Noch dominiert eindeutig der stationäre Handel beim Lebensmitteleinkauf. Der Online-Supermarkt hat allerdings durchaus Potential, das er bisher noch nicht ausgeschöpft hat. Verbessert er sich in Punkten, wie individueller Lieferzeit oder besseren Produktangaben, kann er durchaus Konkurrenz für den stationären Handel darstellen. Vor allem auf das Thema Einkaufserlebnis muss der Onlinehandel im Lebensmittelsektor Wert legen. Denn Kunden wollen besonders gut betreut werden, wenn sie Lebensmittel online kaufen. Hier ist auch eine personalisierte Versandkommunikation von Bedeutung. Diese sollten Händler nicht dem Versanddienstleister überlassen, sondern selbst managen. Kunden möchten darüber informiert werden, wo sich die Bestellung gerade befindet und wann sie voraussichtlich ankommt. Besonders wenn sich verderbliche Lebensmittel im Paket befinden, ist es den Kunden wichtig, dass sie über die Versandprozesse informiert werden, um gegebenenfalls am Liefertermin auch zu Hause zu sein und die frischen Lebensmittel in Empfang nehmen zu können.
 

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Corinna

Ich bin Online Marketing Manager bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Beim Essen schlägt mein Herz für Kichererbsen - davon kann ich nie genug bekommen.

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