E-Commerce

Im Sommer bereits ans Weihnachtsgeschäft denken? Auf jeden Fall!

Es wird langsam kühler und die Tage werden sichtlich kürzer. Der Herbst steht vor der Tür. Im Sommer bzw. zum Herbstbeginn bereits ans Weihnachtsgeschäft zu denken, fällt dabei den wenigsten Onlinehändlern ein – sollte es aber unbedingt!

Welcher Onlinehändler kennt es nicht: Kurz vor Weihnachten überhäufen sich die Bestellungen nur so. Zur Weihnachtszeit werden in Deutschland an Spitzentagen mehr als 15 Millionen Pakete zugestellt. Da schafft es nicht mal mehr der Weihnachtsmann dem ganzen Chaos Herr zu werden. Das muss aber nicht sein, denn wer sich früh genug Gedanken um das Weihnachtsgeschäft macht und die erforderlichen Vorkehrungen trifft, ist bestens für die bevorstehende Weihnachtszeit gewappnet.

Sommer und Weihnachten – das passt perfekt zusammen

Weihnachten ist die schönste, aber auch eine der stressigsten Zeiten im Jahr. Das gilt vor allem für Onlinehändler. Viele Menschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke online, denn das erspart Zeit und ist zudem am bequemsten. Ein weiterer Vorteil für die Kunden: Sie müssen sich nicht in vollen Geschäften um die letzten Trend-Spielzeuge oder angesagtesten Smartphones prügeln. Zusätzlich winken beim Onlineshopping oft attraktive Weihnachtsaktionen oder günstigere Preise. Geschenke werden deshalb nicht selten kurzfristig bestellt und müssen unter allen Umständen spätestens zum Weihnachtsfest beim Kunden eintreffen. Da kommt so mancher Onlinehändler ins Schwitzen, wenn er nur an die bevorstehende Weihnachtszeit denkt.

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Doch eins ist dabei auch klar: Weihnachten ist für Onlinehändler die wichtigste Zeit des Jahres und bringt ihnen nicht selten einen großen Anteil ihres jährlichen Umsatzes. Für Onlinehändler ist deshalb eine gute Vorbereitung bereits die halbe Miete – denn Bücher, Smartphones, Spielzeug und vieles mehr Kauft der Kunde gerne online.

Und genau da kommt der Sommer ins Spiel: Onlinehändler sollten das Sommerloch bzw. die Urlaubszeit nutzen, um sich bereits um die Planung ihres Weihnachtsgeschäftes zu kümmern. Somit ersparen sie sich im November und Dezember eine Menge Arbeit.

So shoppen die Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke

Für die meisten Deutschen ist Weihnachten die wichtigste Zeit des Jahres. Dann sollte natürlich alles perfekt sein und reibungslos ablaufen. Dabei steht auch der Kauf von Geschenken ganz weit oben auf der To-Do-Liste, denn die Liebsten sollen reichlich beschenkt werden.

Somit ist es umso spannender zu erfahren, wo sich die Deutschen Ideen für ihre Weihnachtsgeschenke holen. Fast die Hälfte der Befragten weiß bereits, was sie ihren Liebsten schenken möchte. 28 Prozent holen sich ihre Inspiration bei einem Stadtbummel und 22 Prozent setzen auf Empfehlungen von Bekannten. Bei 16 Prozent der Befragten hilft das Internet bei der Ideengewinnung. Das hat eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY herausgefunden.

Infografik: Wie die Deutschen Weihnachtsgeschenke kaufen | Statista

Und so kaufen die Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke.

Zusätzlich ist der Zeitpunkt für den Kauf von Weihnachtsgeschenken extrem relevant – auch für Onlinehändler. 39 Prozent der Befragten, und somit die Mehrheit, kaufen ihre Geschenke erst drei bis vier Wochen vorm Weihnachtsfest. 38 Prozent fangen damit bereits im Oktober bzw. November an und 23 Prozent der Probanden besorgen ihre Geschenke erst ein bis zwei Wochen vor Weihnachten. Das heißt aber auch, dass eine schnelle und zuverlässige Lieferung seitens des Onlinehändlers gewährleistet werden muss.

Die Probleme der Onlinehändler zur Weihnachtszeit

Von um ein vielfach erhöhtes Bestellaufkommen über einen enormen Mehraufwand bis hin zu überhöhten Nachfragen im Kundenservice – Weihnachten bedeutet einen extremen Aufwand für Onlinehändler. Engpässe bei den Bestellungen sind dabei keine Seltenheit. Es kommt auch regelmäßig vor, dass nicht alle Pakete bis Weihnachten geliefert werden können. Aber auch unternehmensintern birgt die Weihnachtszeit viele Gefahren. Die Belastung für die Mitarbeiter ist enorm groß. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn diese dem Weihnachtsdruck nur schwer standhalten können. Jedoch nicht nur im Lager bzw. der Logistik, sondern auch im IT-Bereich. Die Gefahr, dass der Webshop dem großen Andrang nicht standhalten könnte, treibt bereits jetzt einigen Entwicklern den Schweiß auf die Stirn.

viele Pakete

Das Paketaufkommen vor Weihnachten ist um ein Vielfaches höher als sonst.

Deshalb ist gute Planung umso wichtiger. Hierbei muss an viele verschiedenen Faktoren gedacht werden. Das Sommerloch, das sich meist im August und September auftut, ist die perfekte Zeit, um sich bereits mit dem Weihnachtsgeschäft zu beschäftigen. Denn im Oktober und November, wenn die Planung zeitlich am günstigsten wäre, sind viele Onlinehändler bereits vollends mit dem Tagesgeschäft ausgelastet.

1. Webseite für das Weihnachtsgeschäft aufrüsten

Das Sommerloch ist die perfekte Zeit, um sich mit der Optimierung seiner Webseite zu beschäftigen. Wer auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, möchte schnell und unproblematisch an sein Produkt gelangen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Onlineshop einfach und benutzerfreundlich aufgebaut ist. Ist die Navigation leicht und verständlich? Sind die notwendigen und passenden Produktfilter vorhanden? Findet der Kunde nicht sofort wonach er sucht, geht er möglicherweise zur Konkurrenz.

Zusätzlich ist der Sommer bzw. Herbst die perfekte Zeit, um einige Studien durchzuführen. Hier eignen sich vor allem A/B Tests oder Eyetracking-Studien. So kann z.B. herausgefunden werden, welche Elemente wo platziert werden müssen und welche Texte, Bilder und Überschriften die Kunden am meisten überzeugen.

Ein zusätzlicher, aber überaus wichtiger Punkt, den Onlinehändler schnell vergessen, ist der, dass Weihnachtsgeschenke oft zwischen zwei Terminen und vom Smartphone aus bestellt werden. Deshalb ist es umso wichtiger, den Webshop für Mobilgeräte zu optimieren. 60 Prozent aller Onlinekäufe werden zur Weihnachtszeit über das Smartphone getätigt. Deshalb sollen Kunden sich auch vom Smartphone aus gut im Webshop zurecht finden und ihre Bestellung schnell und einfach tätigen können.

2. Produktseiten aktualisieren

Für Kunden ist bei der Wahl des passenden Geschenks eine ausführliche und hilfreiche Produktseite entscheidend. Da sie das Produkt nicht für sich selbst, sondern als Geschenk erwerben möchten, ist es umso wichtiger, dass ihnen alle nützlichen Informationen sowie Zusatzmaterial zur Verfügung steht. Das macht ihnen die Entscheidung für das Produkt umso leichter. Die Produktbeschreibung sollte deshalb alle wichtigen Informationen über das Produkt enthalten und bestenfalls zusätzliche, nützliche Informationen oder Anregungen bieten. Ansprechende Bilder und informative Produktvideos runden die Produktseite außerdem ab. Auch hier sollte SEO optimiert gehandelt werden.

Das Sommerloch ist die perfekte Zeit, um alle Produktseiten nochmals zu überarbeiten und fehlende Informationen sowie zusätzliches Material zu ergänzen. Doch das ist noch nicht alles: Ausführliche Produktseiten bringen nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über Vorteile mit sich. Wer die Seiten ein Mal gründlich überarbeitet hat, hat erstmal für eine Weile wieder Ruhe. Perfekt, um das Sommerloch gekonnt auszufüllen.

3. Sortimentsplanung angehen

Produkte, die im Trend liegen oder von Influencern auf sozialen Netzwerken, wie Instagram oder Snapchat beworben werden, sind vor allem bei jungen Leuten der absolute Renner zu Weihnachten. Onlinehändler sollten dies durchaus berücksichtigen, wenn es um die Sortimentsplanung geht. Aus diesem Grund ist es wichtig, Engpässe sowie Lieferschwierigkeiten durch eine gezielte und gründliche Lager- bzw. Sortimentsplanung zu vermeiden. Sollten beliebte Produkte an einem gewissen Punkt nicht mehr lieferbar sein, geht dem Unternehmen möglicherweise ein enormer Anteil am Umsatz verloren und Potenziale werden verschenkt. Kommt die Weihnachtszeit dann näher, ist es außerdem wichtig, Lagerbestände aufzufüllen und somit Lieferschwierigkeiten vermeiden zu können.

4. Mitarbeiter auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten

Die Weihnachtszeit bedeutet einen enormen Mehraufwand, sowohl für den Onlinehändler als auch seine Mitarbeiter. Es ist fast unmöglich, dass die im Tagesgeschäft eingesetzten Mitarbeiter das Weihnachtsgeschäft komplett allein stemmen können. Aus diesem Grund ist es wichtig, zusätzliches Personal, z.B. in Form von Saisonkräften, zu organisieren. Denn beim Mehraufkommen geht es nicht ausschließlich um den Versand, sondern auch um erhöhte Anfragen im Kundenservice. Hier ist es außerdem sinnvoll im Sommer bereits Schulungen oder Workshops zum Thema Weihnachtsgeschäft anzubieten, um die Mitarbeiter optimal auf die bevorstehende Zeit vorzubereiten.

5. Weihnachtsaktionen entdecken und planen

Beim Thema Weihnachtsaktionen gilt es bereits frühzeitig mit dem Brainstorming zu beginnen. Welche Aktionen machen Sinn? Womit können Kunden am effektivsten angelockt werden? Welche Benefits kann der Onlinehändler den Kunden bieten? Aktionen und Rabatte sind oft das Zünglein an der Waage, wenn es um die Entscheidung für den geeigneten Onlineshop geht. Außerdem bleibt der Händler dem Kunden nicht nur zu Weihnachten, sondern auch darüber hinaus positiv im Gedächtnis und die Wahrscheinlichkeit eines Wiederkaufs erhöht sich enorm. Da sich jedoch fast alle Onlinehändler dieser Marketingmaßnahme bedienen, ist es umso wichtiger sich gekonnt vom Wettbewerb abzuheben. Umso ausgefallener und verrückter, desto besser. Der Fantasie sollten dabei keine Grenzen gesetzt und verschiedenen Abteilungen sowie Mitarbeiter in die Ideenfindung mit einbezogen werden.

6. Testlauf durchführen

Zu guter Letzt ist es auf alle Fälle sinnvoll, das weihnachtliche Szenario bereits im Sommer oder Herbst durchzuspielen. Somit wird keiner der Beteiligten ins kalte Wasser geworfen. Überforderung der Mitarbeiter kann vorgebeugt und mögliche Notfälle oder unvorhersehbare Ereignisse können aufgedeckt werden. Dass sich, wenn es soweit ist, trotzdem Szenarien auftun, die so nicht vorgesehen waren, ist natürlich klar. Jedoch gibt ein grober Testlauf den Mitarbeitern mehr Sicherheit für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

Wie kann so ein Testlauf nun aussehen? Enorm hohe Anfragen im Kundenservice, eine erhöhte Anzahl an Bestellungen, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt geliefert werden sollen sowie extrem hohen Mehraufwand in der Verpackung, Logistik sowie Kundenkommunikation sollen im Rahmen eines mehrtägigen Trainings simuliert und durchgespielt werden. Somit können verschiedene Szenarien und mögliche Ereignisse aufgedeckt werden. Die Mitarbeiter bekommen ein sicheres Gefühl für die bevorstehende Weihnachtszeit.

Wer jedoch keine Zeit und Kapazität für einen Testlauf besitzt, kann seinen Mitarbeitern eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten, Verhaltensregeln und möglichen, unvorhersehbaren Szenarien an die Hand geben.

Was man sonst noch über das Weihnachtsgeschäft wissen muss:

Was man sich merken sollte

  • Das Weihnachtsgeschäft sollte bereits im Sommer oder frühen Herbst in Angriff genommen werden
  • Das Sommerloch kann optimal zur Planung des Weihnachtsgeschäfts genutzt werden
  • Die Webseite des Onlinehändlers sollte benutzerfreundlich optimiert werden – durch leichte Navigation sowie passende Produktfilter und einer Optimierung für Mobilgeräte
  • Produkte und Produktbeschreibungen sollten aktualisiert und aufgestockt werden
  • Die Sortimentsplanung sollte früh genug ins Auge gefasst werden – vor allem Trendprodukte sollten dabei berücksichtigt werden
  • Die Mitarbeiter sollten optimal auf das kommende Weihnachtsgeschäft vorbereitet werden und weiterer Zukauf von Saisonmitarbeitern sollte ins Auge gefasst werden
  • Weihnachtsaktionen sollen erarbeitet und geplant werden
  • Die Durchführung eines Testlaufs rundet die Planung perfekt ab

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Über den Autor

Corinna

Ich bin Content & Social Media Managerin bei parcelLab und ständig auf der Suche nach interessanten Trends und Themen für unseren Blog sowie Social Media. Mein Content soll Abwechslung bringen und das gewisse Etwas darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Beim Essen schlägt mein Herz für Kichererbsen - davon kann ich nie genug bekommen.

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